Dez 112015
 

Wer sich für Ökostrom entscheidet, will seinen Beitrag zum Umwelt­schutz leisten und dadurch die Energiewende zum Erfolg führen. Das ist jedoch nicht mit jedem Angebot der Anbieter möglich. Alle Ökostrom­anbieter liefern zu 100 Prozent Ökostrom. Diese Energie stammt aus natürlichen Quellen wie es Wasser, Wind oder Sonne darstellen. Ein echter Nutzen für unsere Umwelt­ entsteht jedoch nur, wenn konventioneller Strom durch den Ökostrom vom Markt nach ud nach verschwindet. Der Kauf von Ökostrom soll also dazu führen, dass die erneuer­bare Energien mehr und mehr ausgebaut werden, indem zum Beispiel neue Ökostrom-Kraft­anlagen entstehen. Bereits hier trennen sich bei den Anbietern die Seriösen von den Unseriösen. Einen solchen Ausbau garan­tieren laut Stiftung Warentest nur 13 der 19 der getesteten Ökostrom­tarifen. Bei jedem dritten Tarifanbieter war auf diesem Gebiet nur ein schwaches Engagement zu erkennen.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Ökostromtarifs achten?

Ökostromanbieter locken mit richtigen Discountpreisen auf den Vergleichsportalen im Internet. Sie sollten sich jedoch genau alle Bedingungen durchlesen. In diesen liegt nämlich die Tücke.

– Unlautere Tarife sind leider immer wieder die Regel

Vier Unternehmen schaffen es meist auf die ersten Plätze der Vergleichsportale: Diese vier vermarkten Strom unter verschiedenen Marken. Nachdem sich ein Kunde die Bedingungen genauer durchliest, stellt er fest, dass die große Mehrheit der Tarife verbraucherunfreundliche Bedingungen enthalten.

– In vielen Verträgen lauern Fallen

In den Vertragsbedingungen finden Sie zum Beispiel zu kurze Laufendzeiten für Paket­preise oder Preis­garan­tien, die am Ende sehr teuer sind, sollte der Kunde mehr Strom verbraucht haben als er vorher vereinbart hat. Einige Angebote beinhalten Klauseln, mit denen die Auszahlung von groß­zügig versprochenen Jahres­boni deutlich eingeschränkt wird.

– Gut getarnte unfaire Preis­erhöhung

Damit sie Vergleichs­portale ganz vorne anzeigen, müssen die Stromanbieter sehr knapp rechnen. Damit das Geschäft für sie am Ende noch Gewinn bringt, tricksen sie die Kunden einfach aus. Das können getarnte Preis­erhöhungen sein. Also schicken sie ihren Kunden ellenlange Schreiben mit der versteckten, dass die Kilowatt­stunde um z.B. 30 Prozent teurer wird. In dem seiten­langen Brief ist zum Beispiel viel zur Energiewende zu lesen und ein Gewinnspiel gab es auch schon. Nur ein kleiner Abschnitt informiert über die Erhöhung und der wird von vielen nicht wahrgenommen. Erst bei einer Schlussabrechnung merken Kunden wie hoch der Preis ist.

– Faire und günstige Tarife finden

Wer also billigen Strom im Internet bestellt, sollte jede einzelne Mail die er von seinem Versorger bekommt Wort für Wort lesen, Prüfen Sie Ihre Rechnungen detailliert und scheuen Sie nicht den Gang zum Anwalt, wenn etwas nicht stimmt. Wer sich diesen Stress nicht antun möchte, sollte die Tarife direkt ober­halb der sogenannten Kampf­preiszone wählen, denn diese sind meist ohne Fallen.

Fallstricke der Billigstromanbieter

Achten Sie auf die folgenden Fallen in den Verträgen der Ökostromanbieter:

– Bonus wird nicht gezahlt. Die versprochenen Boni werden dem Kunden meist erst nach einem Jahr ausbezahlt. Nicht jeder bekommt diese Boni. Deshalb ist es wichtig das Klein­gedruckte genau zu lesen, bevor ein Vertrag abgesegnet wird. Manche darin enthaltene Klauseln schließen Boni für verschiedene Kundengruppen wie Freiberufler aus. Es gibt auch Anbieter die Verträge aufkündigen, um den Kunden die versprochenen Boni nicht bezahlen zu müssen. In diesem Fall hilft nur ein Gang zum Anwalt.
– Empfindliche Preis­erhöhungen nach einem Jahr. Diese Information sind in sehr langen E-Mails versteckt und werden von deren Kunden meist über­sehen. Einige Anbieter kassieren 12 statt der bisher 11 Monats­raten und tarnen so ihre Preis­aufschläge.

Ökostrom ist eine gute Sache, wenn er fair gehandelt wird! Deshalb solltest du den besten Ökostrom Anbieter finden.